looking forward to moving arm today
Mai 30, 2008“I love the fact that a space probe is talking to me like this.”
“Mars Phoenix is on Twitter” — Via Bruce Sterling’s blog, originally uploaded by blackbeltjones
rekursive blog
“I love the fact that a space probe is talking to me like this.”
“Mars Phoenix is on Twitter” — Via Bruce Sterling’s blog, originally uploaded by blackbeltjones
… You Would Have to Be Destroyed by Me.”
Das Buch von Trevor Paglen versammelt verschiedene Embleme aus “Pentagon’s Black World”, von us-amerikanischen Geheimoperationen oder Elitetruppen. (Es gibt eine Website zum Buch)
“nur durch speed glaubt er seinen körper wieder zu beherrschen” — ein medien hack des kommando “Tito von Hardenberg“, die lancierung eines beitrags bei polylux. hier ein mirror, nachdem polylux wie youtube ihre kopien entfernt haben. und dazu das lustige bekennervideo:
via debug
schöne bildunterschrift. danke an t6 für die weiterleitung.
das foto mit den vielen guy fawkes ist schon ein paar tage älter, es entstand des fights von anonymous vs. scientology vor einem monat, morgen soll die nächste “worldwide party” starten.
währenddessen streiten sich professionelle anti-something-aktivisten über die initiatoren der parties, beklagen deren mangelnde professionalität und ernsthaftigkeit und verkennen dabei, dass sowas auch durchaus beiläufig und flüchtig sein kann (oder sein sogar sein sollte) und es den /b/tards genau nicht darum geht, professionell zu sein.
zwei websites; zwei ansätze, ungewöhnliche versuche der kartierung zu sammeln

ein popsong als weltkarte, gefunden via information aesthetics

eine karte der Southern Sauce Sources gesammelt von strangemaps
(danke erik für den tip)
Gestern, einen Tag vor der Hamburg Wahl, …Heute Nacht beim Zappen gesehen:
….ganz abgesehen davon, dass solche “Umfragen” reine telematische Mehrwertdienste sind, ohne jede statistische Relevanz (Wer ruft da eigentlich an, und spendet 26 Cent an notleidende Privatsender?), sind sie selten so lustig wie dieses “Televoting” hier. Gibt sie doch den Glauben an eine Entscheidbarkeit durch Wahlen wieder, wie sie sich vermutlich auch in den Ergebnissen der heutigen Hamburger Wahl wiederspiegeln werden. Diese Hoffnung sorgt wiederum für ein Patt, an das aber selber niemand (ausser 0,7%) glauben mag.
Angesichts der rasant ansteigenden Zahl von Überwachungsprojekten schiebt sich die Frage nach einer vernünftigen Verwertbarkeit dieser Datenmassen in den Vordergrund. Wenn beispielsweise die EU künftig Flugpassagierdaten 13 Jahre lang speichern will oder die deutsche Bundespolizei Zugriff auf die Daten von 29 Millionen Schiffspassagieren erhalten soll, müssen diese Exzesse der Dataveillance auch in irgendeiner Form auswertbar und mit anderen Daten verknüpfbar gemacht werden. Zur Zeit scheint die Ausbreitung eher dazu zuführen, dass Überwachungssysteme nicht nur oftmals am Rande der Legalität operieren, sondern auch weitgehend ineffizient arbeiten — glaubt man aktuellen Untersuchungen, wie u.a. in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “MaxPlanckForschung” über deutsche Rasterfahndungen:
“Dabei (wurden) mangelhafte richterliche Kontrolle, veraltete Software, technische Schwierigkeiten und eine sehr niedrige Erfolgsquote festgestellt.”
und
“Danach führten gerade einmal 13 Prozent der Rasterfahndungen zum Ermittlungen des Täters”
Ein us-amerikanischer Bericht macht sich darüber hinaus Sorgen über die Anfälligkeit gigantischer Überwachungsspeicher — wie das derzeit geplante us-amerikanische Lauschprogramm – und zählt “ernsthafte Sicherheitsrisiken” auf:
“Danger of exploitation of the system by unauthorized users, danger of criminal misuse by trusted insiders, and danger of misuse by government agents.”
Gleichzeitig wird so emsig wie erfolglos an der Automatisierung der Überwachung gearbeitet. Stolz meldet der Bundes-Zoll, dass seine Software XPIDER “täglich 100.000 Internetseiten” auf der Suche nach steuerrechtlichen Verstößen abgrast. Da es aber keine Auswertung über den Erfolg dieses Überwachungstools gibt, mutmaßt heise.de:
“Gut möglich also, dass jeden Tag Hunderttausende Internetseiten gescannt werden und so gut wie nichts dabei herausspringt.”
Wenn die derzeitige Entwicklung der Überwachungsbestrebungen nicht so monströs wäre, gebe es also durchaus Grund zur hämischen Schadenfreude angesichts des Datenmülls, der da die Festplatten füllt. Wahrhaftig monströs (im Sinne einer neuen Qualitätsstufe) wird es aber, wenn erst Semantic Web und anderen Technologien zur automatischen Verknüpfung und Auswertung von Inhalten ihren Durchbruch erfahren und mit denen es gelingen könnte, den Daten “Herr” zu werden.
Post Punk / Sex / Satire / Gay / Zombie sind die Schlagwörter der Filmdatenbank IMBd für den neuen Film von Bruce LaBruce “Otto; or, Up With Dead People” (Trailer)– nach seinem letzten Film über RAF, Revolte und Homosexualität nun also ein Zombiefilm.
Bruce LaBruce bewirbt den Film mit Blogs und MySpaceProfilen (u.a. für Otto, die Hauptrolle) und schreibt auf seinem eigenen Blog über den Film:
Otto; or, Up with Dead People is a melancholy zombie movie with political overtones that seeks to extend and elaborate the emerging zombie mythology. A modern fable about the loneliness, emptiness, and alienation that results from rampant consumerism and materialism under advanced capitalism.
“support artists not multinationals”, eine kampagne europäischer grünen, gefunden via netzpolitik.org:
Vor einiger Zeit gelesen und jetzt wieder hervorgekramt, passend zur ausufernden Prohibition des Rauchens: Eine (Zweit-)Veröffentlichung eines Textes von Diedrich Diederichsen in der Wiener Zeitschrift malmoe:
Ist es nicht das große Rätsel neoliberaler Gesundheitspolitik, wie mit Erfolg überall im Westen der Kampf gegen den Tabak geführt wird? Natürlich, die Tabak-Unternehmen holen sich entgangene Einnahmen, indem sie asiatische Frauen anfixen, aber freiwillig gibt niemand Märkte auf. In den USA gibt es keine unmittelbare ökonomische Motivation für den Staat, die Zigarettenkonzerne zu bekämpfen. Schäden in der Gesundheit der Bevölkerung belasten keine Krankenkassen. Die Armen sterben längst, weil sie sich den Krankenhausaufenthalt nicht leisten können, und fallen niemandem zur Last.
Nur ideologiekritische Erklärungen vermögen zu verfangen: Man soll halt in dem Gefühl verankert leben, dass jede Entspannung, jede schlechte Angewohnheit, jede “schlechte Subjektivität” im Sinne Althussers sich rächt, dass man auf sich acht geben muss, sich nicht gehen lassen darf. Dabei passen die scheinbar gegensätzlichen Gewohnheiten, Kokain zu nehmen, um es im Job zu schaffen, und nicht zu rauchen und Sport zu treiben, um fit zu bleiben, gut zusammen: Beides fühlt sich wie ein Akt aus freien Stücken an, dient aber der Anpassung an externe Forderungen an meine Leistungsfähigkeit.
Der ganze Text: Kontrolle und Willkür (erschienen in: malmoe, 30.4.2005)