otto

Januar 23, 2008

ottoPost Punk / Sex / Satire / Gay / Zombie sind die Schlagwörter der Filmdatenbank IMBd für den neuen Film von Bruce LaBruce „Otto; or, Up With Dead People“ (Trailer)– nach seinem letzten Film über RAF, Revolte und Homosexualität nun also ein Zombiefilm.

Bruce LaBruce bewirbt den Film mit Blogs und MySpaceProfilen (u.a. für Otto, die Hauptrolle) und schreibt auf seinem eigenen Blog über den Film:

Otto; or, Up with Dead People is a melancholy zombie movie with political overtones that seeks to extend and elaborate the emerging zombie mythology. A modern fable about the loneliness, emptiness, and alienation that results from rampant consumerism and materialism under advanced capitalism.

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i wouldn’t steal a tv

Januar 21, 2008

„support artists not multinationals“, eine kampagne europäischer grünen, gefunden via netzpolitik.org:


schlechte subjektivität

Januar 17, 2008

Vor einiger Zeit gelesen und jetzt wieder hervorgekramt, passend zur ausufernden Prohibition des Rauchens: Eine (Zweit-)Veröffentlichung eines Textes von Diedrich Diederichsen in der Wiener Zeitschrift malmoe:

Ist es nicht das große Rätsel neoliberaler Gesundheitspolitik, wie mit Erfolg überall im Westen der Kampf gegen den Tabak geführt wird? Natürlich, die Tabak-Unternehmen holen sich entgangene Einnahmen, indem sie asiatische Frauen anfixen, aber freiwillig gibt niemand Märkte auf. In den USA gibt es keine unmittelbare ökonomische Motivation für den Staat, die Zigarettenkonzerne zu bekämpfen. Schäden in der Gesundheit der Bevölkerung belasten keine Krankenkassen. Die Armen sterben längst, weil sie sich den Krankenhausaufenthalt nicht leisten können, und fallen niemandem zur Last.
Nur ideologiekritische Erklärungen vermögen zu verfangen: Man soll halt in dem Gefühl verankert leben, dass jede Entspannung, jede schlechte Angewohnheit, jede „schlechte Subjektivität“ im Sinne Althussers sich rächt, dass man auf sich acht geben muss, sich nicht gehen lassen darf. Dabei passen die scheinbar gegensätzlichen Gewohnheiten, Kokain zu nehmen, um es im Job zu schaffen, und nicht zu rauchen und Sport zu treiben, um fit zu bleiben, gut zusammen: Beides fühlt sich wie ein Akt aus freien Stücken an, dient aber der Anpassung an externe Forderungen an meine Leistungsfähigkeit.

Der ganze Text: Kontrolle und Willkür (erschienen in: malmoe, 30.4.2005)


rebell styles

Januar 17, 2008

Zwei Bilder, zwischen den Jahren gefunden einmal in der FAZ und in der taz und die jeweils unterschiedlich gut gelungen mit der Geste der Rebellion spielen:

globalisierung verstehen

Eine Anzeige der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, eine Pressure Group für neoliberales Gedankengut, die vor allem durch indirekte Lancierung von Medienberichten auffällt.

Die Anzeige mit dem oder der Youngster_in, der durch die erbauliche Lektüre der aktuellen INSM-Publikation vom Randalieren Demonstrieren abehalten wird, ist wohl als Provokation gedacht, kommt aber in dieser Geste ziemlich altbacken daher.

globalisierung nicht verstehen

Ein Ausriß aus einer Fotostrecke. Vor ein paar Wochen bearbeitete die taz in einer Schwerpunktausgabe zum wiederholten Male den „Mythos ’68“. Eine taz-typische Art der Selbstvergewisserung. Das Schwerpunkthema war entsprechend belanglos (ausser vielleicht das lustige Streitgespräch zwischen Götz Aly und Katharina Rutschky), lediglich das hier abgebildete Foto mit einem Demonstranten im schicken 60er Jahre Anzug, kontrastiert mit einem neckischen „Ich bin ein bewaffneter Aufstand“-Schild und einem Spielzeuggewehr, sticht heraus.


überwachung & wegdrücken

Januar 11, 2008

Zum Jahresende kam es in Hamburg zu einem spektakulären Ausbruch aus dem Untersuchungsgefängnis. In den Medienberichten ist nicht mehr nur von athletischen Kletterkünsten und unbesetzten Wachtürmen die Rede, sondern auch von der Fehlbenutzung der vielzählig installierten Überwachungstechnologien:

„Mehrere Alarme sind ignoriert oder auf dem Computer weggedrückt worden“

zititiert heute das Hamburger Abendblatt die laufenden Untersuchungen und bemerkt außerdem, dass es „außerdem zu menschlichem Versagen bei der Videoüberwachung gekommen“ sei. Im Radio heißt es, dass es häufig zu Fehlalarmen der Bewegungsmelder und Infrarotsensoren im Aussenbereich durch Katzen und anderen Kleintiere kam, weshalb sich die privaten und wahrscheinlich schlecht bezahlten Wachleute angewöhnt hatten, quasi automatisch alle Alarmmeldungen wegzudrücken.

Neben einer eher billigen Häme angesichts solcher und anderer Anekdoten über das Versagen der Überwachungsapparate durch den Human Factor („If the user cannot figure out a function right away, IT IS NOT THERE or even worse“) läßt sich aber vermuten, wohin mittelfristig solche Ereignisse führen werden: Zu einer weiteren Reduktion menschlicher Beteiligung an und die weitere Aufrüstung von Überwachungsystemen. Dementsprechend meldet auch die Hamburger Justizbehörde die Installation eines weiteren „technischen Frühwarnsystems“ [NDR]


noch frisch

Januar 11, 2008

ein bißchen werbung in eigener sache: im herbst habe ich eine karte des projekts offene kartierung gestaltet veröffentlicht, und zusammen mit christiane wehr auch zur gegenbuchmasse zur buchmesse in frankfurt vorgestellt.

es gibt noch einige exemplare der karte, bestellinfos gibt es bei offene kartierung oder der website des verlags


los

Januar 11, 2008

eine meiner vorhaben für 2008, (relativ) regelmäßig diesen blog zu füttern. mal sehen…. ;)

zum titel „rekursive“:

„Um Rekursion zu verstehen, muss man zunächst einmal Rekursion verstehen“ [1]

1 fakultät_rekursiv(n)
2 {
3   wenn n <= 1
4       dann return 1
5       sonst return ( n * fakultät_rekursiv(n-1) )
6 } [2]